Dr. Gerhard Helming widmet sich der japanischen Kunst des Kumiko (組子) – einer traditionellen Gitter-Ornamentik, die im 8. Jahrhundert in Japan entstand und bis heute in Shoji-Türen und Paravents lebendig ist. Ohne Leim, Nägel oder andere Hilfsmittel fügt er Leisten aus verschiedenen Holzarten zu komplexen, symmetrischen Mustern zusammen, die allein durch präzisen Druck an ihrem Platz gehalten werden. Für jedes Muster fertigt er eigene Schleiflehren und Vorrichtungen, mit denen die Stäbchen auf ein Zehntel Millimeter genau zugeschnitten werden. Aus über 60 verschiedenen Kumiko-Mustern, von Asanoha bis Goma Gara, entstehen filigrane Wandobjekte, die japanische Handwerkskunst, Präzision und Geduld in Holz übersetzen.